Zur Vorbereitung auf Leistungsnachweise stehen hier die Grundwissens-Karteikarten der Jahrgangsstufen 6, 7, 9 und 10 bereit. Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort einzublenden.
Ergänze Bereich 1 und 2 der Objektkarte für ein Zeichen Z1. Es soll der Buchstabe "k" in der Schriftart Arial mit der Größe 12 pt abgebildet werden. Zudem soll das Zeichen unterstrichen und nicht kursiv sein.
Bereich 1:
Z1: ZEICHEN
Bereich 2:
Inhalt = k
Schriftart = Arial
Größe = 12 pt
unterstrichen = ja
kursiv = nein
2
Objekt, Attribute, Attribute mit Punktnotation:
Erkläre den Begriff Attribut und Attributwert und nenne jeweils ein passendes Beispiel.
Der Kreis E1 ist rot. Beschreibe diesen Zustand mithilfe der Punktnotation.
Attribute sind Eigenschaften, zum Beispiel die Füllfarbe oder die Breite. Attributwerte sind die zugehörigen Eigenschaftswerte wie zum Beispiel gelb oder 3 cm.
E1.Füllfarbe = rot
3
Methoden und Methodenaufrufe mit Punktnotation:
Erkläre, was eine Methode ist.
Der Rand des Objekts "haus" soll schwarz werden. Gib diese Änderung mithilfe der Punktnotation für Methoden an.
Eine Methode ist eine (ggf. schlummernde) Fähigkeit eines Objekts.
haus.LinienfarbeSetzen(schwarz)
4
Klasse und Klassenkarte:
Erkläre, was eine Klasse ist und wodurch sie sich auszeichnet.
Gib mit der Punktschreibweise für Klassen an, dass die Sonne zur Klasse ELLIPSE gehört.
Für einen Tabulator kann man die Position, die Ausrichtung und ein Füllzeichen festlegen. Trage die Begriffe passend in der Klassenkarte ein und beschreibe mit Fachbegriffen, was in Bereich 1, 2 und 3 der Klassenkarte steht.
Eine Klasse ist ein Bauplan für ein Objekt, Klassen zeichnen sich dadurch aus, dass alle Objekte dieser Klasse die gleichen Attribute und Methoden haben.
Sonne: ELLIPSE
Bereich 1 (Klassenname): TABULATOR;
Bereich 2 (Attribute): Position, Ausrichtung, Füllzeichen;
Bereich 3 (Methoden): z. B. PositionSetzen(neuePosition)
5
Enthält-Beziehung:
Erkläre die Beziehung zwischen Textdokument und Absatz. Erkläre insbesondere den Punkt.
Ergänze das leere Klassendiagramm für die Beziehung zwischen den Klassen ORDNER und DATEI und erkläre es.
Ein Textdokument enthält 0 bis beliebig viele Absätze. Jeder Absatz ist in einem Textdokument enthalten.
1: enthält >; 2: ORDNER; 3: enthält >; 4: DATEI
Jeder Ordner enthält 0 bis beliebig viele andere Ordner, jeder Ordner kann 0 bis beliebig viele Dateien enthalten.
6
Baum:
Benenne alle Fachbegriffe des Baums von 1 bis 4.
Welche Begriffe könnten in den unteren Knoten (z. B. bei 3) des Baums stehen.
Hier könnten verschiedene Länder stehen, zum Beispiel Deutschland und Dänemark unter Europa und Uganda unter Afrika.
7. Jahrgangsstufe
6 Karten
1
Erläutere, wie das Internet aufgebaut ist.
Verbund von Rechnern. Manche Rechner verbinden andere Rechner miteinander (Router). Manche Rechner stellen Anfragen an andere Rechner (Clients). Auf manchen Rechnern laufen Programme, die Anfragen von Clients beantworten können (Server).
2
Zerlege die angegebene URL in ihre Bestandteile. Erläutere den Zweck jedes Bestandteils.
Protokoll - (https:// oder file://) - Gibt an, wie zugegriffen wird
Server - (www.echtkuh-I.de) - Gibt an, auf welchem Rechner die Datei liegt
Dateipfad - (C:/users/max/documents/urlaub) - Gibt den Pfad durch den Ordnerbaum an.
Datei - (milchviehhaltung.html oder klima.html) - Dateiname
Verweisziel - (#artgerechterUmgang) - Sprungmarke im HTML-Dokument
3
Anweisung, Sequenz, Algorithmus
Erläutere die drei Begriffe. Gehe auf Unterschiede ein.
Eine Anweisung ist ein einzeln ausführbarer Befehl, zum Beispiel ein Methodenaufruf.
Eine Sequenz ist eine Folge von Anweisungen, die immer in genau dieser einen Reihenfolge von oben nach unten abläuft.
Ein Algorithmus löst eine Aufgabenstellung, in dem eine oder mehrere Sequenzen ausgeführt werden, die mit Kontrollstrukturen miteinander verknüpft sind.
4
Zum Falten eines Papiers gibt es die folgende Anleitung
1. Verkürze das Papier so, dass ein Quadrat entsteht.
2. Falte das Papier in der Mitte parallel zur horizontalen Seite nach vorne.
3. Klappe die Faltung wieder auf. Falte das Papier in der Mitte parallel zur vertikalen Seite nach vorne.
4. Klappe die Faltung wieder auf. Du siehst nun vier kleine Quadrate.
5. Falte die Ecken des Blattes nach vorne zur Mitte. Es entsteht wieder ein Quadrat.
6. Klappe die Ecken des neuen Quadrates nach hinten zur Mitte.
7. Fasse vorne mit den Fingern unter die vier kleinen Quadrate und führe die vier äußeren Ecken an einem Punkt zusammen.
8. Wiederhole für alle Flächen.
9. Färbe die Flächen geeignet ein.
Welche Methoden werden hier definiert? Welche Methoden werden hier aufgerufen?
Die Anleitung definiert eine Methode. Wird die definierte Methode aufgerufen, wird die Sequenz (1 - 9) ausgeführt und es entsteht ein "Himmel und Hölle".
In der Sequenz tauchen Methodenaufrufe auf, also Anweisungen an dich, eine schlummernde Fähigkeit auszuführen. Hier: "Falte", "Klappe", "Fasse an", "Verkürze".
5
Begründe jeweils, was der Aussage fehlt, um eine Bedingung zu sein.
"Ich sitze."
"Heute ist Samstag."
"Mir geht es gut."
"Am liebsten esse ich Eiscreme."
Eine Bedingung ist eine Aussage, die entweder wahr oder falsch sein kann. Jede Bedingung lässt sich einfach als Ja-Nein-Frage formulieren. Dabei muss aber objektiv klar sein, wie die Antwort auf diese Frage ist.
"Ich sitze." - Bedingung, objektiv prüfbar, ob korrekt
"Heute ist Samstag." - Bedingung, objektiv prüfbar, ob korrekt
"Mir geht es gut." - keine Bedingung, subjektive Aussage
"Am liebsten esse ich Eiscreme." - keine Bedingung, subjektive Aussage
6
Finde in den folgenden Aussagen Kontrollstruktur, Bedingung und Methodenaufruf und erläutere die vorkommenden Kontrollstrukturen.
(1) "Solange es noch nicht 16 Uhr ist, springe ich nochmal vom 10m-Brett."
(2) "Ich prüfe mein Fahrrad und falls mein Fahrrad einen Platten hat, flicke ich ihn."
(3) "Ich schau aufs Thermometer und falls es kälter ist als 15°C ziehe ich einen Pulli an, sonst ziehe ich ein T-Shirt an."
(1) Bedingte Wiederholung - Wiederholt eine Sequenz solange eine Bedingung wahr ist oder bis eine Bedingung falsch ist. Kontrollstruktur: "Solange... wiederhole". Bedingung: "Es ist noch nicht 16 Uhr.". Sequenz: "Ich springe vom 10m-Brett."
(2) Bedingte (einseitige-)Anweisung - Führt eine Sequenz nur aus, falls eine Bedingung wahr ist. Kontrollstruktur: "falls ... dann". Bedingung: "Mein Fahrrad hat einen Platten." Sequenz: "Ich flicke den Platten."
(3) Bedingte (zweiseitige-)Anweisung - Führt eine Sequenz nur aus, falls eine Bedingung wahr ist. Falls nicht wird die alternative Sequenz ausgeführt. Kontrollstruktur: "falls ... dann ... sonst". Bedingung: "Es ist kälter als 15°C." Sequenz (dann): "Ich ziehe einen Pulli an." Sequenz (sonst): "Ich ziehe ein T-Shirt an."
Beschreibe am Beispiel der WENN-Funktion und der SUMME-Funktion den Zweck von Parametern und den Sinn von Funktionen.
Eine Funktion verarbeitet Daten (von bestimmten Typen), die die Funktion als Eingabewerte (=Parameter) erhält, um genau einen Ausgabewert zu liefern.
Für WENN: (1) Wahrheitswert -- (2+3) beliebiger Wert -- Ausgabe: (2), wenn (1) wahr, sonst (3)
Für SUMME: (1-3) ZAHLEN -- Ausgabe: (1)+(2)+(3)
3
Übertrage die Informationen der beiden Objekte in die Tabelle einer Datenbank. Gib das vollständige Tabellenschema an und erläutere den Zweck des Primärschlüssels.
Der Primärschlüssel identifiziert jeden Datensatz eindeutig. Hier sollte ein künstlicher Schlüssel (Spalte ID) gesetzt werden, um bei doppelten Vor- oder Nachnamen trotzdem Personen eindeutig zu identifizieren.
Gib jeweils eine vollständige SQL-Abfrage an, die eine Tabelle liefert, die der Fragestellung gerecht wird.
a) SELECT Name
FROM Lehrkraft
WHERE Fach_1 = 'Informatik' OR Fach_2 = 'Informatik'
b) SELECT Fach_1, Fach_2
FROM Lehrkraft
WHERE Geburtsjahr > 1980 AND Wohnort = 'Dießen'
c) SELECT Geburtsjahr, PersNr
FROM Lehrkraft
WHERE (Fach_1 = 'Deutsch' OR Fach_2 = 'Deutsch') AND Wohnort = 'Riederau'
5
Schreibe eine Methode, die eine Variable vom Datentyp GANZZAHL deklariert, mit 0 initialisiert, 3 addiert und das Ergebnis zurückgibt. Erläutere den Unterschied zwischen einer lokalen und einer globalen Variable.
methode Methode1() -> GANZZAHL
var peter : GANZZAHL
peter = 0
peter = peter + 3
rückkehrmitwert peter
Eine Variable ist wie eine Box, die Werte eines bestimmten Typs aufbewahrt. Lokale Variablen werden nach der Methode, in der sie initialisiert wurden, gelöscht. Globale Variablen (z.B. Attribute) sind für alle Methoden einer Klasse verfügbar.
6
Erläutere, in welcher Beziehung die beiden Klassen zueinander stehen und was die folgende Sequenz für PAPAGEI Petra bewirkt.
Selbst.Sprechen()
Super.Sprechen()
Ein Papagei ist ein Vogel. PAPAGEI ist also eine Unterklasse von VOGEL und erbt alle Attribute und Methoden der Oberklasse. In PAPAGEI gibt es trotzdem eine Methode Sprechen(), die die Methode der Oberklasse überschreibt.
Selbst.Sprechen() ruft also die überschriebene Methode aus der Klasse PAPAGEI auf.
Mit Super.Sprechen() wird die Sprechen-Methode der Oberklasse aufgerufen.
10. Jahrgangsstufe
6 Karten
1
Klassendiagramme:
Gegeben ist folgende Situation: Eine Lehrkraft ist genau einem Schulleiter untergeordnet. Die Lehrkraft kann mehrere Fächer unterrichten. Jedes Fach wird natürlich auch von mehreren Lehrern unterrichtet.
Vervollständige das oben abgebildete Klassendiagramm an den nummerierten Stellen, indem du die obere Situation mit passenden Klassen, Kardinalitäten und Beziehungsbeschreibungen abbildest.
1) SCHULLEITER
2) 1 < ist untergeordnet n
3) n unterrichtet > m
2
Kardinalitäten (Umsetzung):
Im Klassendiagramm sind verschiedene Arten von Beziehungen (in Bezug auf die Kardinalitäten) abgebildet. Gib an, wie diese Kardinalitäten im Tabellenschema (Datenbanken) und in der Programmierung (ohne n-m-Beziehung) umgesetzt werden.
hat (1-n-Beziehung):
im Tabellenschema - auf der n-Seite wird der Primärschlüssel der 1-Seite als Fremdschlüssel integriert
beim Programmieren - auf der 1-Seite wird ein Feld mit den verschiedenen Abteilungen angelegt
leitet (1-1-Beziehung):
im Tabellenschema - wie die 1-n-Beziehung, man kann sich aussuchen auf welcher Seite der Fremdschlüssel integriert wird
beim Programmieren - es wird auf einer der beiden Seiten ein Referenzattribut angelegt
arbeitet für (n-m-Beziehung):
im Tabellenschema - es wird eine neue Beziehungstabelle angelegt, die Primärschlüssel der beiden Klassen werden gemeinsam zu einem zusammengesetzten Primärschlüssel und sind einzeln auch noch Fremdschlüssel
3
Redundanz und Konsistenz:
Erkläre den Begriff Redundanz in Bezug auf eine Datenbank.
Erkläre den Begriff Referentielle Integrität.
Nenne die drei geläufigen Anomalien und erkläre sie.
Redundanz ist die unnötige Mehrfachspeicherung von Informationen in einer Datenbank, dies führt zu Unstimmigkeiten (Anomalien).
Zu jedem Fremdschlüsselwert muss ein Primärschlüsselwert in der referenzierten Tabelle vorliegen.
DELETE-Anomalie: Beim Löschen eines Datensatzes werden mehr Informationen gelöscht als gewollt.
INSERT-Anomalie: Ein Datensatz kann nicht eingefügt werden, weil Primärschlüsselwerte fehlen.
UPDATE-Anomalie: Beim Ändern sind nicht alle Datensätze berücksichtigt worden.
4
Referenzattribute:
Gegeben ist das obere Klassendiagramm, welches den Nachbau einer Fußgängerampel abbildet.
Gib alle Attribute und den Konstruktor der Ampel an.
klasse AMPEL
//Vereinbarung (Deklaration)*
attribut gehaeuse: RECHTECK*
attribut rot: KREIS*
attribut gruen: KREIS*
konstruktor() oder AMPEL()*
//Vereinbarung (Initialisierung)*
gehaeuse = neu RECHTECK()*
rot = neu KREIS()*
gruen = neu KREIS()*
5
Datenstruktur Feld:
Erkläre, was ein Feld ist.
Erkläre, was der Index und die Länge eines Feldes sind.
Beschreibe eine Methode, welche das größte Element eines Feldes zahlen mit ganzzahligen Elementen finden soll.
Ein Feld ist eine Datenstruktur, welche viele gleichartige Objekte effizient verwalten kann.
Alle Elemente eines Feldes werden automatisch mit dem Index durchnummeriert, dieser beginnt normalerweise mit 0. Die Anzahl der enthaltenen Elemente wird als Länge bezeichnet.
methode groessteZahl() -> ganze Zahl
//Methode mit Rückgabe
groessteZahl: GANZZAHL*
groessteZahl = zahlen.ElementGeben(0)*
für alle Zahlen z im Feld zahlen*
wenn z > groessteZahl **dann***
groessteZahl = z*
**endewenn***
** endefüralle***
rückkehrmit groessteZahl*
endemethode
6
Polymorphismus:
Gegeben ist das obere Klassendiagramm.
Erkläre die Begriffe Generalisierung und Spezialisierung.
Erkläre anhand des Beispiels den Begriff Polymorphismus.
Bei der Generalisierung werden gemeinsame Attribute und Methoden von Klassen zu einer gemeinsamen Oberklasse zusammengefasst, bei der Spezialisierung werden vorhandene Klassen mittels Unterklasse an spezielle Gegebenheiten angepasst.
Polymorphismus bedeutet, dass ein Referenzattribut nicht nur Objekte der Oberklasse (hier: Fahrzeug) referenzieren kann, sondern auch Objekte der zugehörigen Unterklassen (hier: Sportwagen und Lkw).