Latein

Aktuelles

In der 6. Klasse ist ein Tagesausflug nach Kempten in den APC (Archäologischen Park Cambodunum) um an antiken Projekten wie Römische Schreibwerkstatt, römische Spiele und Brot-Zeit teilzunehmen, wo sie ihr eigenes Brot backen und anschließend verköstigen können

Im zweiten Halbjahr  wird aus allen siebten Klassen wieder der Eselsbrücken-Champion (victor pontium asinorum) gewählt.

Die Klassensieger treten gegen das Publikum an. Sie stellen in einer ersten Runde drei ihrer Lieblings-Eselsbrücken vor, die sie bereits vorbereitet haben und rezitieren einen ihnen bekannten Lesetext auf lateinisch. In der zweiten Runde müssensie dann zu drei neuen Wörtern spontan Eselsbrücken finden und ihr Rezitationstalent bei einem unbekanntem Text unter Beweis stellen

Museumsbesuch

„Von Orff zu Orff“ heißt es im Juli für die 8. Lateinklassen. Beim Besuch des Carl Orff Museums in Dießen gewinnen die Schüler einen Einblick in die Schaffensvielfalt des Komponisten, der sich ganz in der Nähe des ASG, in St. Georgen, niedergelassen hat.

Tote Sprachen leben länger

Das Interesse an Latein wächst. Mehr als 770 000 deutsche Schüler belegten es im vergangenen Jahr. In Bayern lernt jeder Dritte Latein, die Zahl der Studienanfänger hat sich seit 2002 verdreifacht.

So ist Latein wieder in Mode gekommen. „Tempora mutantur – die Zeiten ändern sich“.  Das gilt gegenwärtig besonders für den Lateinunterricht. Wurde die Sprache Cäsars und Ciceros in den Siebzigern und Achtzigern von vielen totgesagt, erlebt sie derzeit ein Comeback an den Schulen. Die einstige Frontstellung „moderne gegen alte Sprachen“ ist dabei kaum noch zu finden.

Gründe dafür mögen unter anderem der frühe Beginn von Englisch, aber auch eine allgemeine Wendung hin zum Bewährten sein. Ein weiterer Grund ist wohl auch die Modernisierung der Lerninhalte. So hat Latein seinen Ruf als „Auslesefach“ verloren.

„Früher bewegte der Unterricht sich zwischen Grammatik und Krieg – da ging es dann um das römische Mannestum und Ähnliches“, sagt Prof. Stefan Kipf, Vorsitzender des Deutschen Altphilologenverbandes (DAV) in Berlin.

Inzwischen drehen sich die Texte auch um das Alltagsleben der Römer.

Libri linguae latinae – Lehrwerke

6. Klasse: Adeamus! 1, Ausgabe B, Texte und Übungen Cornelsen ISBN 978-3-637-01937-9               

7. Klasse: Adeamus! 2, Ausgabe B, Texte und Übungen Cornelsen ISBN 978-3-637-01938-6

8.Klasse: Adeamus! 3, Ausgabe B, Texte und Übungen Cornelsen ISBN 978-3-637-01939-3

9. Klasse: Legamus! , Ausgabe B, Ein lat. Lesebuch 1, Cornelsen ISBN 978-3-637-01287-5

10. Klasse: Legamus! , Ausgabe B, Ein lat. Lesebuch 2, Cornelsen ISBN 978-3-637-101291-

Schulaufgaben

Jahrgangstufe 5-8:  4 Schulaufgaben

Jahrgangstufe 9-10: 3 Schulaufgaben

Latein als grundlegende Basissprache

Von Latein stammen in direkter Linie die romanischen Sprachen ab wie Italienisch, Sardisch, Räto-Romanisch, Rumänisch, Portugiesisch-Galizisch, Kastilisch (Spanisch), Katalanisch, Französisch, Provenzalisch, Franko-Provenzalisch.

Auf der Karte erkennt man auch deren Verbreitung unter Angabe der verschiedenen Länder.

So dient Latein als ein Schlüssel zu einer vielseitigen europäischen Mehrsprachigkeit.

In der Wirtschaft hört man immer wieder den Begriff „Schlüsselqualifikation“. Damit wird eine grundlegende  Qualifikation bezeichnet, mit der man nicht einen Schlüssel erwerben kann, der nur für ein Schloss passt, sondern einen Generalschlüssel, mit dem man sich eine Reihe von Räumen und Bereichen eröffnen kann. So ermöglicht Latein folgende Schlüsselqualifikationen, von denen man auch in anderen Fächern profitieren kann:

Allgemeine geistige Fähigkeiten wie logisches, Problem   lösendes Denken, Abstraktions-, Kombinations-, Urteilsvermögen, analytisches Denken.

Lernfähigkeiten wie genau hinschauen, Regeln anwenden, Lösungen abwägen, vernetztes Denken, Ausdrucksfähigkeit

Arbeitstechniken und Strategien  Im Lateinunterricht erwirbt man sich eine fächerübergreifende interkulturelle Kompetenz

Wahl zur zweiten Fremdsprache

Es gibt keine allgemeine Empfehlung, die Entscheidung, welche Fremdsprache man als zweite wählen soll, hängt immer vom einzelnen Kind ab. Aus den Jahren der Erfahrung gibt es ein paar gewonnene Entscheidungshilfen, die aber immer individuell mit den Fähigkeiten, aber auch Vorlieben des Kindes abgeglichen werden müssen.

Da Latein keine kommunikative Sprache ist, fungiert sie als Dienstleister für andere Sprachen…

  • Wie funktioniert Sprache?
  • Verständnis für den Aufbau und die Strukturen von Sprache
  • Grammatik als Rückgrat jeder Sprache

… und auch für die Muttersprache

  • Schulung des Ausdrucksvermögens
  • bewusste Sprachgestaltung
  • Abbau von Sprachbarrieren

Entscheidungshilfen

  • stiller Lerntyp
  • Vorliebe fürs Schriftliche
  • analytisch veranlagt
  • Spaß an Grammatik
  • Legasthenie/LRS
  • Hörverständnis fällt weg
  • feste Regelhaftigkeit der Sprache gibt Sicherheit und Verlässlichkeit
  • musikalische Neigungen
  • Affinität zu Geschichte, Mythologie und historischen Entwicklungslinien

Latein an bayerischen Gymnasien

„Die Geschichte und Idee Europas wird in ihren Anfängen durch den eng begrenzten Raum, den wir als Griechenland kennen, geprägt. Literatur, Wissenschaften, Geschichtsschreibung und Philosophie dr Griechen bilden die Fundamente der europäischen Kultur; auch die Grundlagen einer demokratischen Staatsverfassung wurden hier entwickelt.

Die Römer haben zentrale Errungenschaften des griechischen Kulturkreises in vielen Bereichen zum Maßstab des eigenen Denkens und Handelns gemacht, modifiziert und durch eigenständige Entwicklungen wie das bis heute wirkende Römische Recht erweitert.

Infolge der Ausdehnung der römischen Herrschaft über weite Teile Europas lebt die lateinische Sprache in vielen europäischen Sprachen fort.

Seit Jahrhunderten tradiert und vermittelt sie abendländisch-christliches Denken.

Neben der Vermittlung sprachlicher Kompetenzen bieten die klassischen Sprachen einen intensiven Literaturunterricht, der die Schüler mit grundlegenden Werken der Antike und des Christentums vertraut werden lässt.

Bei der Lektüre und Interpretation anspruchsvoller literarischer Schriften lernen sie die wichtigsten Formen und Gattungen kennen, die nicht nur die europäische Literatur bis in die Gegenwart prägen.

Die Beschäftigung mit zentralen Texten aus den Bereichen Geschichtsschreibung, Politik, Philosophie, Recht, Naturwissenschaft, Dichtung, Religion und Mythologie sowie die Auseinandersetzung mit ihrer Rezeptions- und Wirkungsgeschichte schafft bei den Jugendlichen ein vertieftes Verständnis für die Vielfalt der antiken Geisteswelt.

Indem sich die Schüler mit wesentlichen Fragen und zentralen Themen de Menschseins auseinandersetzen und verschiedene Antworten und Standpunkte kennen lernen, entwickeln sie ein fundiertes Wertebewusstsein.

Dies ermöglicht ihnen eine Orientierung für die Gestaltung ihres eigenen Lebens und verschafft ihnen eine tragfähige Basis dafür, die Herausforderungen in Studium, Beruf und Gesellschaft erfolgreich zu bestehen.“ (Lehrplan für das Gymnasium in Bayern – Profil Klassische Sprachen – Latein)

Latinum

Das Latinum erwirbt nach der 10. Klasse oder am  Ende der  9. Klasse (für Schüler, die in der 10. Klasse eine spät beginnende Fremdsprache belegen oder in der 10. Klasse einen Schulaufenthalt  im  Ausland planen)

• das Kleine Latinum/gesicherte Lateinkenntnisse erwirbt man nach der  9. Klasse

• Lateinkenntnisse erwirbt  man nach der 8. Klasse

…und das jeweils mit mindestens Note  4

Links zu Latein

• link zum Lehrplan Plus G9

https://www.lehrplanplus.bayern.de/schulart/gymnasium/inhalt/fachlehrplaene?w_schulart=gymnasium&wt_1=schulart&w_fach=latein&wt_2=fach&w_jgs=6&wt_3=jgs

• wöchentliche Nachrichten in lateinischer Sprache (Finnischer Rundfunk)

http://www.alcuinus.net/ephemeris

• Sammlung von Originaltexten der wichtigsten lat. Autoren

www.thelatinlibrary.com

www.gottwein.de

• Römer in Bayern

www.michaelmaxwolf.de/antike/rom/roemer_in_bayern.html