Beim diesjährigen Saisonhöhepunkt der Schulruderer, dem Landesfinale im Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, purzelten aus ASG-Sicht gleich mehrere Rekorde: 
• Noch nie nahmen so viele Mannschaften des ASG am Wettbewerb teil (6 Mannschaften)
• Noch nie kamen so viele Teams ins Finale (3 Boote)
• Noch nie erreichten so viele ASG Ruderer einen Platz auf dem Siegerpodest (3 Bronzemedaillen)

Aber der Reihe nach:
Gleich im ersten Rennen starteten auf Bahn 1 mit der Startnummer 1 die Ruderneulinge aus der 6. Jahrgangsstufe, die erst in diesem Jahr im Rahmen des Differenzierten Sportunterrichts das Rudern gelernt hatten. Die fehlende Routine war ihnen im Lauf anzumerken, denn die jungen Athleten waren etwas übermotiviert und fanden deshalb nicht zu ihrem Rhythmus. Trotz aller Anstrengung reichte es im Vorlauf nur zu einem fünften Platz und damit nicht zur Finalteilnahme. Dennoch kann sich der achte Platz im Gesamtklassement sehen lassen.
Deutlich besser machten es da die Mädels aus der Jahrgangsstufe 6. Im Vorlauf lieferten sie sich über die gesamte Strecke ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Ruderinnen aus Starnberg und mussten sich im Ziel nur knapp mit einer halben Bootslänge geschlagen geben. Doch reichte dieser Platz für den Endlauf. Dort schafften sie es trotz eines verunglücken Starts dank einer beindruckenden Leistung auf der zweiten Streckenhälfte auf das Siegerpodest.
In der Wettkampfklasse der 13/14-jährigen Mädchen ging das ASG gleich mit zwei Booten an den Start. Im ersten Vorlauf traf das ASG-Boot 1 auf starke Boote aus den Ruderhochburgen Regensburg, Würzburg und Dachau und erreichte dort zwar einen respektablen 5. Platz, der aber nicht für die Finalteilnahme qualifizierte.

Das zweite ASG-Boot in dieser Altersklasse war den gegnerischen Ruderinnen zwar körperlich unterlegen, doch dank eines guten Coachings durch die Steuerfrau beherrschte das Boot das Feld und gewann souverän diesen Vorlauf. Im Endlauf kam der Vierer dann leider durch einen „Krebs“ vorübergehend zum Stillstand, rollte das Feld dann aber von hinten auf und schaffte es schließlich durch einen fulminanten Endspurt bis auf das Siegertreppchen.
Das Jungenboot bei den 12 bis 14-Jährigen musste sich im teilnehmerstärksten Feld behaupten und kam trotz körperlicher Unterlegenheit durch eine saubere Rudertechnik im Vorlauf auf den vierten Platz. Zur Finalteilnahme fehlten nur knapp zwei Sekunden.

Der Höhepunkt des Landesfinales ist traditionell das Gig-Vierer-Rennen der Jungen in der Altersklasse der 15-17-Jährigen, denn hier treten die größten und kräftigsten Ruderer gegeneinander an. Da im ASG-Boot nur 15- und 16-Jährige saßen, rechnete man sich hier kaum Chancen aus. Doch zur Überraschung der mitgereisten Fans – und der älteren Konkurrenz – schaffte es das ASG-Boot sowohl im Vorlauf als auch im Endlauf dank einer klugen Renneinteilung auf den dritten Platz und sicherte sich damit die Bronzemedaille.

Die Tatsache, dass der Landkreis Landsberg in der olympischen Kernsportart Rudern bei den Bayerischen Schülermeisterschaften erfolgreich aufgetreten ist, ist nicht zuletzt ein Ergebnis der verbesserten Trainingsbedingungen, die das im vergangenen Herbst eingeweihte landkreiseigene Bootshaus sowie der neue Schwimmsteg des Ammersee-Gymnasiums bieten. Daher gehen diese Erfolge auch auf das Konto von Landrat Eichinger sowie seinem Team in der Bau- und Schulverwaltung. 

Da aber ein Bootshaus und ein Schwimmsteg alleine noch keine guten Ruderer hervorbringen, sollen die Ammersee-Ruderer (Ruderabteilung des SC Riederau) nicht unerwähnt bleiben. Sie machen mit ihrem Bootsmaterial und den Rudertrainern (Anke Langner, Karin Bögle, Bodo Leimkohl, Ernst Maier), die mehrmals wöchentlich den Ruderunterricht am ASG ehrenamtlich unterstützen, das Rudern auf breiter Basis am ASG erst möglich. Durch diese gut funktionierende Kooperation zwischen Schule und Verein ist ein Fundament gelegt, auf dem sich aufbauen lässt.
(G. Büttner)