Am vergangenen Freitag fand der 1. Wissenschaftstag des Ammersee-Gymnasiums statt. Präsentiert wurden Projekte, die im Rahmen des naturwissenschaftlichen Profilunterrichts von Schülern in Eigenleistung und -verantwortung erstellt wurden. Mikroplastik in Fischen des Ammersees, Programmierung eine Nachhilfeseite, Kunststoffe aus Citronensäure, Bau eines Retrobeamers sind nur ein kleiner Ausschnitt der Projekte, denen sich die Schüler des naturwissenschaftlichen Profilbereichs im Rahmen des Freiarbeitsprojekts gewidmet

haben. 23 Präsentationen waren in der Aula des Gymnasiums zu bestaunen. Begutachtet und bewertet wurden die Arbeiten von einer Jury um Christian Walther von der DELO-HEROLD-STIFTUNG, Dr. Peter Bissinger, Chemieprojektmanager bei 3M in Seefeld und dem Dießener Bürgermeister Herbert Kirsch. Gewonnen hat eine Arbeit des Nachwuchsforscherteams Helena Bauer und Melina Möckel. Sie untersuchten das Fressverhalten der Raupe Galleria Mellonella, von der man annimmt, sie könne Plastik auflösen und damit eine Lösung für die Entsorgung von Plastikmüll bieten. In der Untersuchungsreihe wiesen sie durch systematische Futtermessreihen nach, dass das Plastik von der Raupe lediglich zerkleinern, aber nicht verstoffwechselt wird, womit die Lösungsidee zum Recycling sich leider als untauglich erweist. Gelobt wurden an der Arbeit die objektive Systematik und die Aktualität der Fragestellung. Beide Schülerinnen erhielten neben dem Pokal des Wissenschaftstages ein Preisgeld, das von der DELO-Herold-Stiftung großzügig ausgelobt wurde.
(A. Schweiger)