Sieger des BolyaiVier Schüler des Ammersee-Gymnasiums, die Achtklässler Lukas Franke, Maximilian Gleiser, Sebastian Lempik und Michael Sigl, haben den zweiten Platz im internationalen Finale des Bolyai-Mathematikwettbewerbs erzielt. Nachdem sie sich bereits zu Beginn des Jahres als erfolgreichstes deutsches Team in ihrer Altersstufe qualifiziert hatten, stellten sie ihre mathematischen Fähigkeiten auch in

der Endrunde am 23. Juni in der ungarischen Hauptstadt unter Beweis.
Teilnehmer aus Rumänien, Österreich, Ungarn und Deutschland traten in Budapest jeweils in Vierer-Teams gegeneinander an. Um besonders erfolgreich zu sein, mussten die Schüler nicht nur anspruchsvolle logische und geometrische Problemstellungen bewältigen, sondern sich im Team auch mit ihren Stärken ergänzen und jeweils auf gemeinsame Lösungen einigen. Das gelang den vier Dießener Klassenkameraden wieder so gut, dass sie sich schließlich nur dem ungarischen Team geschlagen geben mussten. Als Vize-Europameister in ihrer Altersgruppe erhielten sie Silber-Medaillen, Sachpreise und eine Ehrung durch einen Staatssekretär aus der ungarischen Regierung in einer stimmungsvollen Abschlussveranstaltung.
Der wichtigste Preis war aber bereits die Einladung in die ungarische Hauptstadt gewesen: Zusammen mit zwei Müttern, welche das ASG-Team dankenswerter Weise begleiteten und eine erste Stadtführung organisierten, und mit Herrn Reiter, dem Betreuer des Mathematik-Pluskurses am Ammersee-Gymnasium, erlebten die Schüler ein abwechslungsreiches Wochenende. Dank großzügiger Unterstützung durch den Förderverein des ASG und durch das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus konnte die Reise finanziert werden.
Die Veranstalter des nach einem ungarischen Mathematiker benannten Wettbewerbs, vor allem Lehrkräfte aus Ungarn und Deutschland, wollen die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen europäischen Ländern mit besonderer mathematischer Begabung nicht nur fördern, sondern für die Jugendlichen aus Mittel- und Osteuropa auch Kontaktmöglichkeiten schaffen. Deshalb wurde in Budapest ein Rahmenprogramm mit interessanten Unternehmungen wie einer Führung durch das ungarische Parlament, dem Besuch eines Wissenschaftsmuseums oder einer Tretkutschenfahrt auf der Margareteninsel geboten.
So kehrten die vier Achtklässler erschöpft, aber mit unvergesslichen Eindrücken an den Ammersee zurück, und bereits jetzt mit dem festen Vorsatz, im nächsten Jahr wieder erfolgreich an dem Wettbewerb teilzunehmen, um ein weiteres Mal zum Finale nach Budapest eingeladen zu werden.