Entwickler der BestäubungsdrohneDas Bienensterben und seine Folgen brachten drei motivierte junge Informatiker der elften Klasse des Ammersee-Gymnasiums, Tim Köhler, Claus Lucca Clausen und Julian Fürholzer auf die Idee einen „Bestäubungsroboter” zu entwickeln. Das Projekt entsteht derzeit im Rahmen des Praxis-Seminars Informatik unter der Leitung von OStR Georg Ladig. Die Aufgabenstellung des Seminars lautet,

ein autonomes Fahrzeug zu entwickeln, das gleichzeitig einen Mehrwert für die Gesellschaft bietet. Die Projekte müssen bis Ende September fertiggestellt sein. Die drei 17-Jährigen wagen sich an die Entwicklung einer Bienen-Drohne. Das Programmieren der Software sowie das Bauen eines Prototyps erfolgt hierbei selbstständig und größtenteils außerhalb des schulischen Pflichtunterrichts. Der Prototyp, ein Quadrocopter mit einem kleinen Computer und einer Vielzahl an Sensoren, soll mithilfe eines Algorithmus Blumen in Kamerabildern erkennen, eigenständig anfliegen und sie bestäuben. Hierbei wird die gesamte Steuerung auf der Drohne selbst ausgeführt, wobei wichtige Informationen und das Kamerabild per Funk (RF) an eine Basisstation am Boden weitergeleitet werden. Derzeit arbeiten die drei Schüler daran, die Drohne zum Schweben zu bringen. Zuvor wurde der Schaltplan entwickelt, das Modell entworfen, der Rahmen 3D-gedruckt, die Elektronik darauf verbaut sowie Teile des Programmcodes geschrieben. Nach den ersten Startversuchen musste der Prototyp überarbeitet werden. Auf der Drohne sind mittlerweile ca. 10 verschiedene Sensoren, Antriebsmotoren, Platinen, Kabel, Kommunikationsmodule und die Stromversorgung verbaut, sodass rechtzeitig zur Frühjahrsblüte die nächsten Feldversuche gestartet werden können.

(auf dem Bild von li nach re: die drei Entwickler Julian Fürholzer, Tim Köhler, Claus Lucca Clausen)